Archiv für Februar, 2008

Streit, Misstrauen, Verrat

Veröffentlicht in Der Herr der Ringe bei Februar 20, 2008 von lotus-kid

„In nichts zeigt sich die Stärke des Feindes so sehr, wie im Misstrauen gegenüber Freunden oder einstmals Verbündeten.“

Dieses Statement ist, wenn man genau hinsieht, sehr wahr. Keiner traut keinem mehr. Lügen und Verrat regieren, Freunde werden zu Feinden und misstrauen sich.

Saruman verrät alle und verwandelt von einem Weisen zu einem Narren.

Die Reiter Rohans können sich ihres Landes nicht mehr sicher sein, da Saruman und Mordor es bedrohen. Der König des Landes – Théoden – steht unter dem Einfluss Sarumans.

Der Statthalter Gondors – Denethor – wird von dem EINEN in die Knie gezwungen und letztendlich wahnsinnig, da er die Übermacht nicht bezwingen kann. Er wurde vom Feind getäuscht und verbrennt sich selbst. Fast noch reißt er seinen eigenen Sohn mit.

Keinem kann man vertrauen. Streit. Uneinigkeiten. Verrat. Selbst die Gefährten können nicht zusammenhalten, weil der Ring eine zu große Macht besitzt. Boromir verzehrt der Wunsch nach Anerkennung und Macht.

Auch die Christenheit ist in sich nicht einig. Die einen verachten die anderen. Freunde und doch Feinde? Eins aber doch keine Einheit! Die Zersplitterung in kleine Gemeinden, ohne Zusammenhalt oder Austausch. Genau wie beim Herrn der Ringe. Verschiedene Königreiche und alle haben denselben Feind. Aber dennoch misstrauen sie einander, obwohl sie zusammen vielmehr ausrichten und dem Feind widerstehen könnten als jedes Volk für sich allein.

Wo man alleine kämpfen muss, ist das ganze Unterfangen zum Scheitern verurteilt. Man kann nicht gegen Armeen und Mächte kämpfen, die wir kaum kennen und die nicht von dieser Welt stammen, wenn man nicht zusammen, als Einheit kämpft.

Eines Tages werden wir vereint werden. Lasst uns schon hier anfangen, unsere Brüder und Schwester nicht mehr zu misstrauen, sondern ihnen Verständnis und Liebe entgegenbringen.

Jesus war eben auch ein Mensch

Veröffentlicht in Theologie bei Februar 20, 2008 von lotus-kid

Was meinst du: War Jesus als Mensch allwissend? Soll heißen: wusste er in jeder Situation, wie es jedem Menschen ging, was in im oder ihr vorging, wusste er über jede Situation ind jedem Menschen bescheid? Wenn ja, wie erklärt es sich dann, dass er geweint hat? Schließt sich das nicht eigentlich aus? Jesus weint um den Tod seines Freundes Lazarus, er weint im Garten Gethsemane, er war ängstlich, wollte seinen Tod nicht und bittet seinen Vater um Verschonung. Er hatte Angst davor, was passieren würde.

Eine andere Stelle fand ich auch noch sehr interessant. Und zwar sein erstes Wunder bei der Hochzeit. Jesus schreckt davor zurück, seinen Dienst zu beginnen. „Was willst du von mir? Meine Zeit ist noch nicht gekommen“ antwortet er, als er darauf hingewiesen wird, dass der Wein zu Ende geht… Er will nicht und tut es dann trotzdem. Verwandelt Wein zu Wasser, ein eigenartiges erstes Wunder oder nicht? So gar nicht passend. Und auch so spontan. Ich glaube, dass Jesus sehr viel mehr Mensch war, als man manchmal meint. Er hat Dinge getan, die wir auch tun können. Er hat ein Leben gelebt, was sich so deutlich von unseren entscheidet und trotzdem merkt man, er war Mensch. Gott und doch Mensch. Manchmal unvorbereitet und spontan. Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Tod, Angst davor, von seinem Vater verlassen zu werden…

 

Merry und Pippin - Wem jagst du nach?

Veröffentlicht in Der Herr der Ringe bei Februar 20, 2008 von lotus-kid

 

Die Gemeinschaft ist getrennt, Boromir ist tot und der Ringträger ist mit Sam nach Mordor unterwegs. Aragorn, Legolas und Gimli stehen nun vor der Entscheidung und sie treffen die richtige. Sie verzichten auf den Ring und jagen verzweifelt nach den Uruk-Hai, die Merry und Pippin gefangen haben. Sie sind schon am Ende ihrer Kräfte und laufen immer weiter, mit dem Ziel der Rettung und Heilung ihrer beiden Freunde. Auch wenn sie ihnen letztendlich nicht helfen können, zeigt sich hier eine ganz besondere Art von Freundschaft. Selbst als nicht recht wissen, ob die beiden überhaupt noch am Leben sind und die Uruk-Hai schon weit voraus sind, geben sie nicht auf…

Ich würde mir wünschen, dass wir mit unseren Freunden auch so umgehen. Dass wir sie nicht dem Tod und der Folter, der Einsamkeit und der Verzweiflung überlassen, sondern dass wir ihnen in ausweglosen Situationen zur Seite stehen und uns nach Rettung und Heilung ausstrecken. Ob es nun entmutigte Christen sind, oder unsere Kumpels oder unsere Kollegen.

Jagen wir ihnen nach?!

Aragorn geht sogar noch weiter. Frodo ist in Mordor und es bleibt nur noch ein letzter verzweifelter Ablenkungsversuch – womöglich der sichere Tod. Sie müssen Sauron selbst herausfordern. Alle noch lebenden Gefährten (bis auf Merry) reiten mit und geben sich dem sicheren Tod hin. Dieser letzte Akt der Selbstaufopferung wird dafür aber groß belohnt. Im Endeffekt macht er den Weg für Frodo frei, da die Orks von den Ebenen abgezogen werden, um für die Schlacht bereit gemacht zu werden. So steht ihm der Weg zum Schicksalsberg frei.

Würden wir so weit für unseren Nächsten gehen? Jesus ist so weit gegangen und ist gestorben. Er hat sich aufgegeben, um uns den Weg frei zu machen.

Kann man Gnade essen? (Lukas 7,36ff)

Veröffentlicht in Auslegungssache bei Februar 14, 2008 von lotus-kid

Das ist gerade eine meiner Lieblingspassagen, weil sie Gnade auf einmal greifbar macht. Wer weiß schon etwas mit Gnade anzufangen? Woher kommt sie, was bewirkt es, wo geht er hin? Kann man das Essen? Jesus weiß, was Gnade bewirkt:

Liebe!

Und Gnade gegenüber anderen Menschen.

Wenn ich Gnade richtig verstehe, dann liebe ich den Menschen mehr und mehr, sehe sie nicht mehr als Sünder, sondern als verlorene Schafe, nicht mehr als Abfall und Dreck, den man eigentlich abschieben müsste und der es nicht wert ist, geliebt zu werden, sondern als jemand, dem ich meine Liebe entgegenbringen kann, weil Jesus das auch getan hat.

Wem viel vergeben wurde, der vergibt viel. Wenn ich weiß, dass ich allein aus Gnade leben darf, dann weiß ich auch, dass alle anderen genauso gnädig zu behandeln sind. Wie ich richte, so wird Gott später auch mit mir richten. Richte ich mit Gnade oder verspüre ich Rachsucht? Will ich vergeben oder möchte ich viel lieber verurteilen?

Wer in seinem Herzen glaubt, Gott ist ein ausschließlich strafender Gott, wird auch mit Menschen so umgehen. Er wird Angst verbreiten und Furcht, nicht Liebe und Gnade.

Meine Vergebung steht also in direktem Zusammenhang, proportional, wenn man so will, mit der Liebe, die ich austeile. Wo wenig Liebe zu dem Menschen ist, da ist auch wenig Verständnis von Gnade. Wo wenig Verständnis von Gnade herrscht, da ist auch kein Verständnis von Gottes Basis-Prinzip. So leicht und doch so schwer.

Einmal wurde Jesus von einem Pharisäer zum Essen eingeladen. Er ging in das Haus dieses Mannes und setzte sich an den Tisch. Da kam eine Prostituierte herein, die in dieser Stadt lebte. Sie hatte erfahren, dass Jesus bei dem Pharisäer eingeladen war. In ihrer Hand trug sie ein Fläschchen mit wertvollem Salböl. Die Frau ging zu Jesus, kniete bei ihm nieder und weinte so sehr, dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden. Mit ihrem Haar trocknete sie die Füße, küsste sie und goss das Öl darüber. Der Pharisäer hatte das alles beobachtet und dachte: “Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, müsste er doch wissen, was für eine Frau ihn da berührt. Sie ist doch eine stadtbekannte Hure!”

“Simon, ich will dir etwas erzählen”, unterbrach ihn Jesus in seinen Gedanken. “Ja, ich höre zu, Lehrer”, antwortete Simon. “Ein reicher Mann hatte zwei Leuten Geld geliehen. Der eine Mann schuldete ihm fünfhundert Silberstücke, der andere fünfzig. Weil sie das Geld aber nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher der beiden Männer wird ihm nun am meisten dankbar sein?” Simon antwortete: “Bestimmt der, dem er die größte Schuld erlassen hat.” “Du hast Recht!”, bestätigte ihm Jesus.

Dann blickte er die Frau an und sagte: “Sieh diese Frau, Simon! Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben, was doch sonst selbstverständlich ist. Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet. Du hast mich nicht mit einem Kuss begrüßt. Aber seit ich hier bin, hat diese Frau immer wieder meine Füße geküsst. Du hast meine Stirn nicht mit Öl gesalbt, während sie dieses kostbare Öl sogar über meine Füße gegossen hat. Ich sage dir: Ihre große Schuld ist ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe gezeigt. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.” Zu der Frau sagte Jesus: “Deine Sünden sind dir vergeben. [...] Dein Glaube hat dich gerettet! Geh in Frieden.” 


 

Hail Hail

Veröffentlicht in Poèmes bei Februar 11, 2008 von lotus-kid
Safe and sound, down and out
Woeful seagulls sing their songs
We’re not afraid but brave and stout
Cut the rope, here he comes
Hail hail and set sail
Against the wind; for wonderland
Thunder and storm, damaged by worms
Dismal clouds sound the charge
Only sorcery can save us now
Burn, black swan, burn!
A light in the left
A rose in the right
Drowning in comfort
Being anxious to fight

Tierra y Libertad

Veröffentlicht in Poèmes bei Februar 11, 2008 von lotus-kid
Mestizo breed
Black blood eyes of sharpmixed size
Heathe halo
Ornaments adorn your angular face
Junta de defensa
Tierra y libertad
Fortunistic, march in step
Natural national
Ambitious ambidextrous
Tierra y libertad
The plan of Ayala
Only the mountains can tell
That cursed us with a misty spell
What was lost has now been found
Gallons of birds searching for prey
Gallons and Gallons of birds
Searching for prey
AAAAHHHH
Tierra y libertad
The plan of Ayala
Take a sip from the holy grail
And then fail, fail, fail
Oh no …sssshhh ?
Es mejor morir de pie
que vivir de rodillas !

Marble

Veröffentlicht in Poèmes bei Februar 11, 2008 von lotus-kid
We wander in sweet pleasant dreams
Again and again we’re trapped in our minds
Can’t turn our back on the signs in the fields
Can’t fly away or hide in the deepest mines
Even if we had wings we won’t see at all
Because the darkness would keep our eyes
From seeing the clearest lines, big or small
And clouds would appear, and mist might rise
That’d lay down a grey iron veil to cover the land
No eagle eye could read between the lines
No hammer destroy these ancient rocks
No matter how hard or how long we would try
We all would fail and keep the door locked
That is sheltered by a spell and a pair of unseen hands
The chamber protects its secrets eternally
Its gold kept safe by gagged guards
Remain an unknown treasure of prosperity
A curse for curios, greedy, grasping hearts
Still we wander in sweet pleasant dreams
Both of our feet nailed to the ground
Bound to fate, doomed to our destinies
We can’t get out, we can’t get out

Saruman’s Stimme

Veröffentlicht in Der Herr der Ringe bei Februar 10, 2008 von lotus-kid

 

Auch wenn Saruman seine Macht eingebüßt hat, seine Stimme ist immer noch verführerisch. Tolkien beschreibt das sehr gut. Man möchte ihm zustimmen, man möchte als weise erscheinen, als klug und ihm Recht geben. Alles was Saruman sagt, klingt süß und melodiös, alle anderen Stimmen dagegen erscheinen hart und voller Kanten und Ecken.

„… und es würde mir wie Weisheit erscheinen, wenn mein Herz mich nicht warnte …“

sagt Frodo zu Boromir, als der ihn überreden möchte mit nach Minis Tirith, die weiße Stadt zu gehen. Und Frodo weiß, von was er spricht. Genauso wie Saruman alle mit seiner Stimme betört, können Lügen uns betören. Unser Innerstes strebt nach der Lüge und danach unser eigener Herr und Meister zu sein. Manchmal ist die Lüge so gestrickt, dass sie uns wie eine kluge Sache vorkommt. Als etwas gutes vielleicht, aber unser Herz kann uns davor warnen. Lasst uns auf der Hut sein vor dem Flüstern, vor dem vermeintlich guten. Mögen wir auf die Warnung unseres Herzens hören, und die Lügen durchschauen.

Orthanc – der EgoTurm

Veröffentlicht in Der Herr der Ringe bei Februar 10, 2008 von lotus-kid

 

Auch als Isengard zerstört und in Trümmern liegt, die Ents die Herrschaft über die Stadt übernommen haben und alle Orks tot erschlagen sind, steht noch ein Turm – der Orthanc. Saruman hat hier immer noch Macht und kann sich seines Lebens einigermaßen sicher sein. Gandalf, nun das Oberhaupt des Rates der Weisen, bietet Saruman an, aus seinem Turm zu kommen und die Seiten zu wechseln. Er schenkt ihm das Leben und möchte ihn frei von den Lügen Mordors und des EINEN wissen. Saruman aber hält dies für eine Lüge und möchte Gandalf nicht helfen, er will nicht dienen, sondern herrschen, möchte sich nicht selber aufgeben, sondern sich selbst verwirklichen.

Diese angebotene Gnade hat mich stark an die Gnade erinnert, die Jesus uns anbietet. Sie ist ein Geschenk, ein Angebot, die Seiten zu wechseln. Die Gnade jedenfalls ist ein Angebot, nichts anderes. Wir können uns nur selbst im Weg stehen und das Geschenk nicht annehmen oder aber wir kommen aus unserem Turm und geben uns auf, gestehen unsere Lügen ein…

Personal Renewal

Veröffentlicht in Poèmes bei Februar 3, 2008 von lotus-kid
Half a year has come and gone
And I caught but a glimpse of your son
Kill me now
Death won’t hold me
If you revive in me
Take my crown
You owe me
This concrete plain
Turn winter into spring
Don’t forsake my waiting hand
Sun, rise!
Melt the freezing ice!