Archiv nach Kategorie "Leben im Glashaus"

Evangelisation und 101 Lessons: How To …

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei März 31, 2008 von lotus-kid

Da seh‘ ich doch letztens (schon wieder) ein Buch bei dem ich lachen musste. Einen paar hundert Seiten schweren Wälzer mit dem Titel „The School of Biblical Evangelism: 101 Lessons: How To Share Your Faith Simply, Effectively, Biblically… The Way Jesus Did!”

Erstens sollte die Bibel und ein Gott ausreichen, um evangelisieren zu können, zweitens ist simply für mich nicht 768 Seiten und drittens hat Jesus seinen Jüngern KEIN Buch in die Hand gedrückt, sondern noche ausdrücklich gesagt, dass sie doch bitteschön NICHTS mitnehmen sollen. Und das auch schon bevor sie drei Jahre mit ihm zusammen waren (siehe Aussendung der 70). Jedenfalls ist das Buch fett, unhandlich und groß, sieht eher wie eine Art Bibel 2.0 aus, mit lauter Tipps und Tricks… Ich hab’s natürlich nicht gelesen, sondern gleich gut verstaut. Warum braucht man denn so ein Buch? PS: Ich würd‘ das Buch auch lesen, wenn’s in der Bibel nicht um Liebe gehen würde. Und wenn die christlichen Führungspersönlichkeiten die Menschen nicht so in ein Korsett stecken würden. John Lennon die Spaßbremse hat mal gesagt: “Jesus was all right but his disciples were thick and ordinary. It’s them twisting it that ruins it for me.“ Findest du das auch manchmal? So ein Roboterchristentum mit Roboter-Liebe, Roboter-Evangelisierung kommt dann auch noch. Da ist doch was faul. Wenn ich keine Liebe in mir habe, dann wird‘ ich auch nicht auf die Straße gehen. Also liegt die fehlende Motivation zum Evangelisieren nicht bei der Unfähigkeit, sondern bei der fehlenden Liebe. Und es muss ja auch nicht jeder auf dieselbe Art und Weise Christ sein. Wenn du schüchtern bist ist das doch gut, genauso hat Gott dich gemacht. Also worauf kommt’s denn nun beim Evangelisieren an?

Um die frage zu beantworten muss man mehrere andere stellen: Was ist denn meine erste Aufgabe auf dieser Welt? Warum sind wir auf der Welt? Um Menschen zu bekehren? Selbst die 12 Jünger werden nicht darauf getrimmt, effektiv zu bekehren, sondern sich auf Gott zu verlassen. Das sieht man ja auch schon im AT. Die großen Propheten hatten allesamt ihre Schwachstellen und konnten die von Gott gegebenen Aufgaben nur ausführen, weil sie wussten, dass sie es nicht schaffen KÖNNEN… Sie haben alles auf eine Karte und alle Hoffnung in Gott gesetzt. Dann macht Gott große Dinge! Stotterer, Ehebrecher waren Propheten und Führer, Könige und Richter und VOR allem in Gott verwurzelt…

Zurück zu den Jüngern und zum Thema Evangelisierung und unserer Frage. Unsere Aufgabe Nummer #1 hier lautet NICHT „Gehet hin und macht alle Welt zu Jüngern“, sondern: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Darauf kommt’s beim Evangelisieren an. Alles andere kommt von selbst. Oder glaubst du du brauchst mehr als Gott in dir selbst?

Und wenn du mehr mit Leuten ins Gespräch kommen möchtest, dann ist für dich nur eins wichtig: Suche Gott. Finde Liebe! Dann wirst du ganz allein anfangen von ihm zu erzählen, weil du unendliche Liebe gefunden hast. Etwas nachdem die ganze Welt sucht und ächzt und stöhnt… Und wenn du nicht mit Leuten ins Gespräch kommen möchtest, weil du dich für diesen Gott schämst, oder weil du Gott gar nicht als liebenden Freund erkannt hast, dann ist für dich auch nur eins wichtig: Suche Gott und finde Liebe!

 

 

 

Leben ist mehr

Veröffentlicht in Gemeinde & Kultur, Leben im Glashaus bei Januar 11, 2008 von lotus-kid

Sag Nein zur Karriere. Sag Nein zur Familie. Sag Nein zu einem pervers großen Fernseher. Sag Nein zu Waschmaschinen, Autos, CD Playern und elektrischen Dosenöffnern… Sag Nein zur Bausparkasse. Sag Nein zur ersten Eigentumswohnung. Sag Nein zu den richtigen Freunden… Sag Nein zum dreiteiligen Anzug auf Ratenzahlung in hunderten von scheiß Stoffen. Sag Nein zu ‘Do It Yourself’ und dazu, dass du am Sonntagmorgen nicht mehr weißt wer du bist. Sag Nein dazu auf deiner Couch zu hocken und dir Hirn lähmende Gameshows Reinzuziehen und dich dabei mit scheiß Junkfrass voll zu stopfen… Sag Ja zur Zukunft. Sag Ja zum Leben

Jedenfalls können wir so nicht weiterleben. Nicht wie bisher.

Das Alte muss weg, das Arme muss werden.

 

 

P.S.: Jesus war obdachlos!

Mercy Me

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei Dezember 30, 2007 von lotus-kid

Gnade ist Befreiung, weckt und belebt. Sie ist das, was wir uns selbst nicht oder nur unzulänglich zusprechen können. Wenn ich ein Geschenk bekomme, habe ich immer das Gefühl dem anderen etwas dafür zurückgeben zu müssen. Annehmen ist oft genauso schwierig, wie verschenken ohne etwas als Gegenzug zu erwarten.

Wenn man die Waffen fallen lässt und aufgibt, wird man bzw. hat man schon gewonnen. Ein Krieg oder ein Konflikt lässt sich niemals durch Waffengewalt lösen. Seine Niederlage anerkennen, eingestehen, um dann den Sieg zu erlangen?  Wo gibt’s denn so was?

Know How?!

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei Dezember 22, 2007 von lotus-kid

 

Eine Frage zu Anfang: Ist Jesus hier (zu finden) oder nicht?

 

Ja? oder doch Nein?

 

 

Bisher habe ich ziemlich viel über den Heiligen Geist geschrieben, aber warum ist es eigentlich so wichtig für uns, diese Person kennen zu lernen?

Aus dem einfachsten Grund: Er ist das einzige, was wir auf dieser Erde von Gott bekommen haben und er ist Gott. Jesus ist zurück in der Herrlichkeit beim Vater und hat dafür seinen Geist, den Geist Gottes gesandt. Er ist der Jesus-Ersatz. Jesus ist nicht hier und auch nicht mitten unter uns, sein Geist ist mitten unter uns. Wenn wir also Gott auch nur irgendwie verstehen, kennen lernen, dann nur durch ihn.

Wie lernst du den Geist, sein Wirken, sein Wesen etc. kennen? Wieder einfach: Begebe dich auf die Suche und du wirst ihm begegnen!

 

Und wenn du ihn gefunden hast, dann setz’ dich der Gnade Gottes aus. Er will (aus)schließlich nur dein Herz. Nichts anderes. Er ist das Wasser dass den Stein formt. Der Stein muss nur in die Nähe des Wassers kommen, der Rest geschieht von allein. Das ist die Gnade. Alles ist umsonst und ist ein Geschenk Gottes. Damit kann man leben, damit lernt man erst richtig zu leben und zu lieben. Für Lau! So wie es bei „The Stand“ (Hillsong United) heißt:

 

So what can I say
And what could I do
But offer this heart O God
Completely to You

TAO - Die Mystifizierung des Natürlichen

Veröffentlicht in Gemeinde & Kultur, Leben im Glashaus bei Dezember 7, 2007 von lotus-kid

 

Von klein nach groß könnte man meinen. Nun ja getauft wird ja hier und dort, doch es bleibt irgendwie etwas sehr besonderes. Das Abendmahl wird nur noch zu „besonderen“ Anlässen gefeiert und die Offenbarung verstehe ich einfach gar nicht.

Was haben also alle drei Themen miteinander gemeinsam? Nun, ich denke, dass alle drei übermäßig mystifiziert werden, wobei die Offenbarung dabei doch am stärksten betroffen ist. Fangen wir also von vorne an.

 

Taufe

In den Evangelien und in der Apostelgeschichte liest man andauernd von Taufen. Hier mal zweitausend, dort mal dreitausend. Das hat sich heute ein wenig verändert. Hier mal zwei, dort mal drei. Mit Taufgespräch, Erzählungen aus dem eigenen Leben, was so bei einem passiert ist, wieso man sich taufen lässt und wasweißich nicht noch alles. Das ist aber doch irgendwie ein In-Den-Mittelpunkt-Stellen eines mehr oder minder unbedeutenden Ereignisses. Die Taufe ist ein Symbol, vermutlich auch für die Geisterwelt. Hiermit bekennt man einen Neuanfang. Sünden werden öffentlich bekannt und dann geht’s ab unter Wasser. Die Sünden werden abgelegt, ein neuer Mensch kommt aus dem Wasser. Das sollte aber kein Mysterium sein und auch kein besonderes Erlebnis. Jedenfalls nicht so besondern, wie heute damit umgegangen wird. Natürlich hat es eine gewaltige Bedeutung für den Täufling, aber muss man wirklich fragen, ob derjenige sich wirklich taufen lassen will, ob er denn wirklich mit Gott lebt und ob er Jesus wirklich als seinen Retter angenommen hat?

Ja! Aber dann auch nicht lange fackeln, kein TamTam aus der Taufe machen, eine Parade engagieren und mit Polka die Taufe feiern. Badewannen und Duschen gibt’s heutzutage doch in jedem Haushalt, Schwimmbäder stehen allen offen, Taufen kann man also eigentlich überall und jederzeit durchführen. Diese Mystifizierung schreckt viele ab und dämpft ihren Enthusiasmus. Belassen wir es doch beim Symbol und sehen es als etwas ganz Natürliches an.

 

Abendmahl

So ähnlich wie bei der Taufe läuft es auch mit dem Abendmahl ab. Es wird nicht in den natürlichen Alltag aufgenommen und täglich umgesetzt. Dabei hat man Brot und Wein doch fast immer bei sich rumstehen. Und wenn nicht, lässt es sich ziemlich einfach beschaffen. Vielleicht war Wein damals etwas Besonderes und deswegen kann man das Abendmahl auch als etwas Besonderes betrachten, aber nichts, was man nicht immer wieder tun sollte. Wenn man sich mit anderen „Gläubigen“ trifft, wenn man sich zum Beten trifft, wenn man mit der Familie am Mittagstisch sitzt… die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Aber nein, wir passen auf, dass wir ja nichts falsch machen. Dabei ist Jesus mit uns, wenn wir uns treffen, um ihm die Ehre zu geben.

 

Offenbarung

Das ist wohl das Buch, was die Christenheit am meisten fasziniert. Was für eine Sprache, was für Bilder, fast wie ein Science-Fiction Roman. Fliegende Heuschrecken? Sind das vielleicht Hubschrauber? Der erste Engel wird ein Drittel der Erde verbrennen? Na, die Erde besteht doch schon zu einem Drittel aus Wüste. Leben wir schon in den Endzeiten? Ist der Papst vielleicht der Antichrist?

Solche Fragen hört man überall und immer wieder. Man ist geradezu auf Bild-Niveau angekommen und lechzt nach neuen apokalyptischen Nachrichten. Das ist aber bestimmt nicht die Intention gewesen, die hinter der Offenbarung steht. Warum wird gerade dieses Buch so übermäßig mystifiziert? Die ganze Bibel ist hauptsächlich für einfache Menschen geschrieben, für dich und mich und dann ein Buch, was man erst entschlüsseln muss? So stellt sich Gott in der Bibel nicht vor. Also ist das Buch entweder nicht von Gott inspiriert oder wir gehen fasch an das Buch der Offenbarung heran. Wahrscheinlich ist letzteres der Fall. Gott ist in seinen Prophetien eigentlich immer sehr genau und so werden wir auch, wenn die Zeit gekommen ist die Zeichen der Zeit erkennen und dabei kann uns die Offenbarung vermutlich sehr stark helfen. Aber Romane darüber schreiben, es zu einem Schlagwort machen, wo man große Augen bekommt und sich auf die nächste Stufe freut?

 

Fazit

Gott ist ein Gott der einfachen Dinge und nicht der Mysterien und großen Geheimnisse. Auch wenn vieles stark darauf angelegt wird und vom Mysterium möglicherweise zu Traditionen ohne Bedeutung verkommt, so möchte unser Papa sicherlich keine Bedeutungslosigkeit, sondern eine tiefere Bedeutung schenken, uns die Augen öffnen, von Sachen ,die wir nicht verstehen. Wir sollen ihm Gehorsam sein und nicht mystifizieren. Das Abendmahl heute beim Abendbrot feiern ist vermutlich ein größerer Segen, als alle zwei Wochen zwei Stunden früher aufstehen…

Diskussionkultur

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei November 30, 2007 von lotus-kid

Warum müssen wir eigentlich immer so viel reden und schreiben und diskutieren, um dann zum Schluss zu kommen, dass sich nichts festmachen lässt?

Der Junkie

Veröffentlicht in Gemeinde & Kultur, Leben im Glashaus bei November 22, 2007 von lotus-kid

Junkie sein ist nicht leicht. Junkie sein ist ein Full-Time-Job. Geld beschaffen, um Drogen zu bezahlen, um high zu werden, um Geld beschaffen gehen zu können… Aus dieser Spirale kommt man nur raus – und davon gibt es zahllose Berichte – wenn man einsieht, dass man es selber nicht schaffen kann und man Hilfe von anderen annimmt. Man ist zu 100 % auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen. Dasselbe Schema gibt es bei anderen ziemlich schwerwiegenden Krankheiten auch: Magersucht, Esssucht, Depression, Psychosen, Phobien, Zwänge… Überall hat man von sich selbst aus keine Chance, wieder ein „normales“ Leben führen zu können.

Jetzt werden einige denken: da kommt er jetzt und will mich bekehren. Ich brauch’ Gott und blablabla. Mit Bekehrung hat das an sich nichts zu tun. Eigentlich wollte ich mich hier eher an Christen richten. Auch wenn man Jesus nachfolgt, so müssen wir uns doch immer wieder bewusst werden und gerade solche, die schon „alte Hasen“ sind. Es gibt nichts beschämenderes, als selber festzustellen, dass ich nicht mehr weiterkomme Gott um Hilfe anrufe, aber sich gar nicht bewusst ist, dass man ein Junkie ist und sich selber eben nicht helfen kann. Viel lieber wird probiert und geschaufelt und auf Biegen und Brechen versucht sich selbst einen Ausweg zu buddeln.

Aber das ist nicht Gottes Weg. Er nimmt sich die Menschen, die am Ärmsten sind und die eben keinen Plan haben und macht aus ihnen etwas. Für alle die für so was immer Bibelsprache benutzen: Er will die Weisheit der Klugen zunichte machen und nach nichts aussehen lassen. Die Dummheit der Schwachen aber nimmt er an, gerade um es den Weisen zu beweisen.

Und nicht nur der einzelne ist gefragt. Ich glaube, dass es genauso in der Gemeinde aussehen sollte. Wenn man sich das Volk Israel und seine Führer/Könige anguckt, dann treten auch dort immer wieder Propheten auf, die den Weg zum Junkietum weisen: Du bist nichts, Gott macht alles. Solange die Menschen, solange du dich für etwas hältst, solange bist du nichts.

Back 2 Paradise

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei November 19, 2007 von lotus-kid

Fasten klingt ja schon ziemlich altmodisch, dabei ist es das nicht. Es ist viel älter – uralt könnte man sagen. Die „paradiesischen“ Menschen, hatten wahrscheinlich ein viel ausgeprägteres Bewusstsein als wir heute. Wenn man sich den heutigen menschlichen Organismus anguckt, dann wird man schnell Parallelen zu tierischen und pflanzlichen Organismen feststellen können. Zum Beispiel der Drang nach Essen, Trinken, Triebbefriedigung allgemein. Im Gegensatz zu Tieren aber haben wir die Möglichkeit darüber zu entscheiden und sind nicht völlig triebgesteuert. Wenn mein Magen knurrt, kann ich mir etwas zu Essen holen oder eben auch nicht. Wenn man davon ausgeht, dass die ersten Menschen ein ausgeprägteres Bewusstsein hatten, so kann man sagen, dass sie ihren Organismus komplett unter Kontrolle hatten. Gott hat die Menschen ja nach seinem Ebenbild geschaffen und Gott ist glaube ich nicht triebgesteuert. Das heißt Mr. und Mrs. Paradise waren nicht triebgesteuert, sondern konnten genau bestimmen wie sie ihren Körper einsetzen und Nahrung zuführten. Vielleicht konnten sie sogar jede einzelne Zelle steuern.

Nun haben wir diese Fähigkeit aber zum größten Teil verloren und leben ähnlich den Tieren. Da kommt nun das Fasten ins Spiel. Fasten ist für mich ein „back to paradise“. Wir schränken unsere Triebe ein und siegen so über unseren Körper. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, kann man leicht feststellen, dass auch sexuelle Triebe, Neu-Gier, Haben-Wollen-Sucht im Endeffekt nur darauf abzielen Triebe zu befriedigen, die wir nicht unter Kontrolle haben, aber durchaus unter unsere Kontrolle bringen können. Diese Kontrolle ergibt aber für mich nur dann Sinn, wenn ich weiß worum es geht und warum ich diese unter Kontrolle halten sollte. Für mich selbst ist es einfacher, Triebe zu befriedigen. Da benötige ich keine Konzentration oder sonst was, sondern kann mich einfach gehen lassen. Will ich meinen Körper jedoch unter Kontrolle haben, muss ich mich anstrengen, da es unser nicht-mehr-paradiesischen Natur völlig entgegen läuft. In etwa so wie eine Katze nicht „gegen den Strich“ gestreichelt werden möchte, tun wir uns auch damit schwer.

Das Ziel jedoch ist gut und wird auch denke ich jedem einleuchten: echte Freiheit. Natürlich nur in einem gewissen Rahmen. Ich würde davon abraten nie wieder etwas zu essen, aber dennoch wird durch Einschränkungen der Triebe ganz natürliche Freiheit erreicht. Zwar nur im Kopf, aber dies stärkt unsere Konzentration und wir können unseren Blick immer wieder fokussieren, um das Endziel zu erreichen.

WCID? vs. WWJD?

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei November 19, 2007 von lotus-kid

What can I do? vs. What would Jesus do?

[Was kann ich für Gott tun? Vs. Was würde Jesus tun?]

Wo liegt also der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen? „Was kann ich für Gott tun?“ schafft mir die Möglichkeit auszuweichen, sie geht an dem wahren Problem vorbei, der Frage nach echter Nachfolge Jesus. Ich kann immer noch selber entscheiden und mir dabei auf die Schulter klopfen, wenn ich 10 Euro spende. Anders jedoch bei der Fragen „ Was würde Jesus tun?“. Da läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Ich weiß eigentlich gar nicht so recht, wie ich mit dieser Frage umgehen soll. Einerseits will ich für Jesus einstehen, andererseits birgt diese Frage eine Radikalität in sich, die seinesgleichen sucht und vor der ich mich lieber drücke um ehrlich zu sein. Was würde Jesus mit meiner Kraft anfangen? Natürlich kann ich zehn Euro spenden und habe damit etwas für Gott getan – kein Zweifel. Aber gehe ich selbst auf Obdachlose zu? Helfe ich den Ärmsten der Armen, kämpfe ich gegen Ungerechtigkeit und Leid an? Diese Frage nach praktischer Liebe muss ich verneinen und es ist wahrscheinlich, dass du diese Frage ebenfalls verneinst…

Aber gehen wir einen Schritt weiter. Wie sieht mein Verhältnis zu Arbeitskollegen, Schulfreunden, Familienmitgliedern… meinem Nächsten aus? Ist dieses geprägt von Liebe? Damit meine ich nicht die Schmetterlinge im Bauch und auch nicht das Verlangen nach Errettung von diesen Leuten, sondern ganz praktisch: Tue ich etwas für diese Menschen? Jesus hat das mit Sicherheit getan und da kommt dann die Frage nach echter Nachfolge Jesu wirklich ins Spiel. Aber frag dich jetzt nicht, ob du Christ bist oder nicht, das kann und will ich gar nicht beurteilen. Lass mich mal ein Bild gebrauchen:

Du besitzt ein Boot und schwimmst auf hoher See. Alle deine Habseligkeiten hast du an Bord. Auf dem Wasser siehst du Jesus’ Jünger, die dort herumlaufen – ohne Boot. Sie haben alles über Bord geworfen, ihr Schiff versenkt und haben die Hände frei. Ihr Glaube lässt sie auf dem Wasser laufen.

Erklärungen von Bildern mag ich eigentlich überhaupt nicht, das zerstört nur das eigene Denken, aber dennoch will ich mich an eine Auslegung wagen. Das Wasser ist hier mal der Glaube. Alle schwimmen darauf, die einen haben eben mehr, die anderen weniger. Der Schiffsjunge kann sich nun fragen, was er mit seinen Habseligkeiten anfangen will und wie er anderen Menschen helfen kann. Aber er wird nicht viel Freiheit haben. Er kann etwas für Gott tun – ohne Frage – aber die Jünger Jesu haben die Hände wirklich frei, sich um andere Menschen zu kümmern und so zu handeln wie Jesus. Sie haben Liebe, die aus ihrem festen Glauben genährt wird, deswegen gehen sie ja auch nicht unter.

Uns geht es denke ich ähnlich wie dem Schiffsjungen. Wir haben Angst unser Vertrauen zu sehr in Gott zu setzen, um nicht enttäuscht zu werden, das heißt unterzugehen. Wir gehen nicht auf die Menschen zu und packen dort an, wo Hilfe wirklich gebraucht wird. Ein Missionar ist ein Held, aber ein Evangelist im Obdachlosenheim wird ausgelacht?

Also was würde Jesus an deiner Stelle tun?

Vom Umgang mit “Sünde”

Veröffentlicht in Leben im Glashaus bei November 7, 2007 von lotus-kid

Wer Christ ist, kennt das: Gegen Sünde ankämpfen, die sich bei uns eingenistet hat. Sünde belastet die Beziehung zu Gott und soweit ich das bei mir feststellen kann auch alles andere. Man kann gar nicht mehr klar denken und weiß nicht, wie man sie aus seinem Leben vertreiben kann, man fällt und fällt und fällt, das Loch wird immer größer und rauskommen tut man da auch nicht mehr…

 

Was soll ich tun? Muss ich mich verändern, nachdem ich mich „bekehrt“ habe?

Ich denke nein. Die großartigste Veränderung in deinem Leben hast du schon gemacht. Die Bedeutung des Wortes Sünde ist „ein Ziel verfehlen“, Zielverfehlung also. Bekehrung heißt demnach nichts anderes als „ich habe meine Einstellung gegenüber Jesus geändert“. Die größte aller Zielverfehlungen ist, Jesus nicht als den anzusehen, der er ist.

Was soll ich tun? Muss ich mich verändern, nachdem ich mich „bekehrt“ habe?

Ich denke nein. Die großartigste Veränderung in deinem Leben hast du schon gemacht. Die Bedeutung des Wortes Sünde ist „ein Ziel verfehlen“, Zielverfehlung also. Bekehrung heißt demnach nichts anderes als „ich habe meine Einstellung gegenüber Jesus geändert“. Die größte aller Zielverfehlungen ist, Jesus nicht als den anzusehen, der er ist.

Wer sich fragt, ob man sich verändern muss, wie man ein besserer Jünger werden kann, läuft falsch. Jesus sagt dir niemals, was du tun sollst, niemals. Er wartet bis du selber nachfragst. Dann kannst u fragen. Wie willst du mich verändern, wie willst du aus mir etwas machen? Willst du überhaupt etwas aus mir machen oder brauche ich noch weitere Heilung?

Wir verkünden nicht länger die Herrschaft des geschriebenen Gesetzes, sondern das neue Leben durch Gottes Geist. Denn die Forderungen des Gesetzes brachten uns den Tod, weil wir sie nicht erfüllen konnten; der Heilige Geist aber führt uns zu einem neuen Leben.

2. Kor 3,6

Das ist das Ziel. Alle Forderungen bringen uns den Tod. Wir können sie nicht im entferntesten einhalten. Wir können uns nicht verändern. Wir können unseren Charakter nicht „besser“ machen. Alles was du brauchst ist die komplette Auslieferung an Gottes Geist, der dir alles Nötige sagen wirst, was du brauchst. Er wird zu dir reden und dir die gewünschte Veränderung bringen. Werden wie Gott mich will? Jedenfalls helfen keine Sündenrazzien und keine große Sündenpolizei, die immer nachschaut, wo ich falsch liege und was ich alles falsch mache, das weiß wahrscheinlich jeder selber am besten.

 

Das was mir am meisten hilft ist Gebet. Gott danke sagen, für dass was er mir gegeben hat, für das was er ist. Das hilft, um uns aus der Sünde zu befreien und dem Satan die Tür nicht ein weiteres Mal aufzutun. In Epheser 6 wird uns die Waffenrüstung Gottes beschrieben und am Ende steht: „Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen [...]“ Das ist unsere Kraft, die uns bestehen lässt.