Archiv nach Kategorie "Rezensionen"

R. A. Torrey – Der Heilige Geist

Veröffentlicht in Rezensionen bei Januar 23, 2008 von lotus-kid

 

… sollte eigentlich die „Taufe mit dem Heiligen Geist“ genannt werden. Torrey belegt eindeutig, dass eine Taufe mit dem Heiligen Geist bei jedem Gläubigen notwendig ist. Aber HALT! Nicht gleich abschalten und sagen „Das ist nichts für mich!“. Nimm’ dir den Augenblick und kauf dir das Buch, oder leih es dir aus, oder geh’ selbst auf die Suche nach Gottes Geist. Er will dir Power geben! Praktische Theologie wird geboten, nichts abgehobenes oder etwas für die „Rationalen“. Jeder der für seine Arbeit nach Vollmacht verlangt oder seine Arbeit nicht die gewünschten Erfolge bringt, sollte das Buch lesen. Außerdem spürt man die Liebe Torrey’s zu den Menschen. Es geht nicht darum, sich den Heiligen Geist abzuholen, um dann ein guter Christ zu sein. Es geht darum, dass Gott dir so viel mehr geben möchte, als du vielleicht glaubst.

Shane Claiborne - Ich muss verrückt sein, so zu leben

Veröffentlicht in Rezensionen bei Januar 23, 2008 von lotus-kid

Wer sich fragt, wie denn so ein “Christenleben” aussehen kann oder aussehen muss (?), der ist hier genau richtig. Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie und eigenen Gedanken, vielleicht sogar eine Art Tagebuch.

Auf der Suche nach echtem Leben in Gemeinde und unter Christen reist er nach Kalkutta zu Mutter Teresa, baut er mit seinen Freunden den Simple Way auf, tut er genau das, was Jesus sagt, nimmt Gott und die Bibel ernst - kein selektiver Radikaler, von denen es mehr als genug gibt, sondern ein ganz gewöhnlicher Nachfolger… Kontrovers und herausfordernd gibt es klare Statements á la “Jesus war obdachlos!”.

Wer auf der Suche nach Alternativen (von Gemeinde, langweiligen Predigten etc.) ist, sollte entweder die Bibel nehmen und schauen, was Jesus sagt oder Shane Claiborne für einen Augenblick zuhören, sich auf (s)ein Abenteuer einlassen und dann nachfolgen.

Auch gut zu lesen in Kombination mit “In seinen Fußstapfen“(Sheldon).

A. W. Tozer - Die vergessene Kraft

Veröffentlicht in Rezensionen bei Dezember 7, 2007 von lotus-kid

Trotzdem dieses Buch schon etwas älter ist, hat es wirklich nichts an Aktualität verloren. Die heutige Situation in Kirche und Gemeinde wird meiner Meinung nach treffend analysiert und klare Auswege aufgezeigt. Warum fürchten sich viele vor dem Heiligen Geist? Ist der Heilige Geist Gott? Wie empfangen wir Kraft? sind nur einige der Themen, die sehr simpel aufgegriffen werden. Auch wenn er die Gemeindesituation analysiert, so ist doch immer deutlich spürbar, dass er auch das Leben des einzelnen infrage stellt. Manchmal könnte man meinen er schreibt etwas zu vorwurfsvoll, aber da es um ein wirklich wichtiges Thema geht, ist eine gewisse Direktheit sicherlich angebracht. Zumindest hat es mich nicht wirklich gestört, sondern eher ermutigt, und das ist ja vermutlich seine Intention gewesen.

Wer sich Gedanken um den Heiligen Geist macht, warum er nicht mehr so wirkt, wie in den ersten Gemeinden und warum er essenziell ist, der sollte diese Buch auf jeden Fall lesen! Wer sich keine Gedanken über die „Dritte Person“ der Dreieinigkeit macht, der sollte dieses Buch noch viel dringender lesen, um etwas über die Grundlagen Gottes zu lernen.

Graham Kendrick - Anbetung

Veröffentlicht in Rezensionen bei Dezember 7, 2007 von lotus-kid

Viel Neues bietet diese Buch nicht. Es ist sehr kurz und beschränkt auf Grundlagen, der Autor erzählt viel aus eigener Erfahrung, aber mehr als ein paar Inspirationen für den eigenen Lobpreis oder die eigene Band kann man sich nicht wirklich holen.

Manche Ansätze sind ganz gut, bilden aber meiner Meinung nicht immer unbedingt die Essenz des Lobpreises bzw. der Anbetung. Seine Grundtheorie jedoch, dass wahre Anbetung und Lobpreis aus einem anbetenden Lebensstil resultiert, fand ich bemerkenswert und hat mich selbst erwischt.

Also man kann das Buch vor allem Menschen empfehlen, die gerade am Anfang stehen und sich Grundlagen und interessante Inspirationen für das eigene Leben holen wollen.

Charles M. Sheldon - In seinen Fußstapfen

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

„Ein arbeitsloser Mann, der plötzlich in einer fest gefügten Gemeinde auftaucht, löst große Verwirrung aus. Durch ihn wird die Gemeinde mit der Frage konfrontiert, wie glaubwürdig ihr Leben als Christen wirklich ist. Einige Gemeindeglieder lassen sich gemeinsam mit ihrem Pastor auf ein gewagtes Experiment ein: Ein Jahr wollen sie sich bei jeder Entscheidung fragen, wie wohl Jesus an ihrer Stelle handeln würde – mit allen Konsequenzen.“

[aus dem Klappentext]

Wahre Jüngerschaft Jesu, das ist was dabei herauskommt, wenn man sich fragt „What would Jesus do?“ (Fast) Jeder kennt ja die Armbänder W.W.J.D. und genau diese, wenn man so will, Biographie handelt davon, wie diese Bewegung entstanden ist. Ein echter Ansporn, sich selbst völlig der Nachfolge und seinem Kreuz anzunehmen, auch wenn es Verlust und Schmerzen bedeutet. Ich glaube, dass man klar feststellt, dass diese Bewegung vom Heiligen Geist ins Leben gerufen worden ist und an sich beim lesen selber fragt. „Was würde Jesus tun, wenn er die Entscheidungen treffen müsste, die ich treffen muss?“

Es regt jedenfalls mehr an, sein Kreuz auf sich zu nehmen, als jedes andere Buch, was ich bisher gelesen habe.

John F. MacArthur - Werden, wie Gott mich will

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

Klassisch trifft es wahrscheinlich am besten. So wie klassische Musik einem manchmal vorkommt: strenge Formen, statisch, zu traditionell… MacArthur versucht in zwölf Lektionen aufzuzeigen, was ein „echter“ Christ alles braucht um ein „guter“ Christ zu werden. Dabei wiederholt er sich des öfteren, stellt das Christsein des Gläubigen in Frage, wenn dieser bestimmte Eigenschaften oder Ausrichtungen nicht in seinem Leben erkennt und belegt alles mit Bibelstellen, die sich ebenfalls wiederholen. So bekommt man den Eindruck, dies sei an „Neubekehrte“ adressiert, aber dann frage ich mich, wie ein Jünger mit dem Infragestellen der persönlichen Nachfolge umgeht?! Zu sehr wird versucht, den Christ in ein Schema reinzupressen, schaut euch ruhig mal das Cover an…

Mir persönlich hat es nichts gebracht, dieses Buch gelesen zu haben, es drängt einem zu viel auf und man fragt sich „Wie soll ich das denn alles schaffen?“ Wer wirklich wissen möchte, wie Gott dich haben will, der „nehme sein Kreuz auf sich“ und folge ihm nach! Das, was MacArthur ausrichten möchte, trifft meiner Meinung nach nicht den Kern der Nachfolge. Da lest mal lieber „In seinen Fußstapfen“.

Walter Heidenreich - Help! I Need Somebody

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

Wer bei dem Buchtitel an ein bekanntes Beatles Lied erinnert wird, dem sei gesagt: Genau darum geht es!

“ Help! I need somebody

Help! Not just anybody

Help! You know I need someone …”

Walter Heidenreich gehörte diese Hippie-Bewegung an. Auf der Suche nach Frieden und echtem Leben zieht er jahrelang durch die Metropolen Europas und pfeift sich Drogen ein. So weit, so gut. Doch wer hätte gedacht, dass er immer noch kifft, raucht und sich betrinkt nachdem er sich bekehrt?

Beim Lesen dieses Buches wurde ich ständig an die Urgemeinde Christi erinnert und ich spürte deutlich den Heiligen Geist in Walter Heidenreichs Leben und in seinen Worten. Es hat mich angestachelt mich näher mit dem Heiligen Geist und der Nachfolge Christi zu beschäftigen. Was zeichnet den Gläubigen aus, woher nimmt er seine Kraft?

C.S. Lewis - Über den Schmerz

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

Der Originaltitel “The Problem of Pain” (Das Problem des Schmerzes) trifft den Inhalt dieses Buches deutlicher als der Tiel „Über den Schmerz“, denn dieses Buch ist keine bloße Abhandlung darüber, wie man mit Schmerzen umgeht, davon gibt es genug. Es ist geschrieben, um das Problem mit dem wir jeden Tag zu kämpfen haben, welches und von Geburt bis zum Tod verfolgt, dem man nicht ausweichen kann und über welches auch die Bibel nicht schweigt, besser verstehen zu können.

Klar und einfach, aber dennoch philosophisch-theologisch hochwertig nimmt mit jedem Satz und jedem Kapitel die Erkenntnis zu. Sehr beeindruckend fand ich, welche Vorstellung C. S. Lewis vom Himmel und vom Paradies (und damit auch dem Sündenfall) hat. Für mich hat es auf jeden Fall viele neue Türen geöffnet und ich sehe den Schmerz jetzt in einem anderen Licht. Wer wissen will, warum Lewis den Schmerz als Megaphon Gottes bezeichnet, der sollte es auf jeden Fall lesen und den Schmerz mit Gottes Augen verstehen lernen.

C.S. Lewis - Die große Scheidung…

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

… ist eine Anspielung auf William Blakes „The Marriage of Heaven and Hell“ („Die Hochzeit von Himmel und Hölle“). Handelt Blakes Gedichtband von der Ähnlichkeit von Himmel und Hölle und davon, dass man keine Trennung zwischen Gut und Böse ziehen kann, geht Lewis auf die Unterschiede ein.  Komplex und in Form einer Geschichte bringt Lewis dem Leser seine Vorstellung von Himmel und Hölle nahe. Alles hat hier einen Grund, ist eine Verbildlichung der biblischen Prophezeiungen und nicht gerade einfach zu lesen. Man muss sich viel Zeit und Konzentration nehmen, um alles verstehen zu können und damit eine Vorstellung von dem zu kriegen, was Lewis eigentlich in seinen Bildern ausdrücken möchte. Andererseits ist das Buch recht kurz. Wer also Konzentration aufbringt, wird dafür auch belohnt werden. Man merkt, wie sehr dieser Mann die Welt und eben auch den Himmel und die Hölle mit Gottes Augen gesehen hat.

James I. Packer - Auf den Spuren des Heiligen Geistes

Veröffentlicht in Rezensionen bei November 9, 2007 von lotus-kid

Theologisch nicht unbedingt hochwertig. Natürlich nur so weit, wie ich das als Laie beurteilen kann. Dafür öffnet es aber manches Mal die Augen, für die Wahrheit und Wichtigkeit des Geistes und warum diese Kraft kaum zutage tritt. In dem Kapitel über die Heiligung des Christen geht er mir jedoch etwas zu stümperhaft mit den Worten um, wobei ich ihm aus ganzem Herzen die Frage „Kämpfst du um deine Heiligung?“ mit Ja beantworten kann. Wer jedoch nicht kritisch über seine Worte nachdenkt, kommt leicht ins Schwanken und Schwitzen.

Der Autor schafft es, in mir die Wichtigkeit des heiligen Geistes neu vor Augen zu führen und beschreibt zutreffend die Situation in der sich viel Kirchen/Gemeinden heute wiederfinden: Sie hat die Kraft und Übernatürlichkeit der Urgemeinde verloren. Wer etwas theologisches über den Heiligen Geist lesen will, dem sei gesagt, dass es sich lohnt, das Buch zu lesen, es aber bestimmt bessere gibt.

Das Buch gibt’s übrigens bei „Connections“ (www.book-connections.de) !